... woanders ...
20100712
Guck hier, Baby!
Alles ordentlich einsortiert in irgendwelche Kategorien:
bye
... *2004-2009 ...
20100625
Falls noch jemand hier vorbeischaut, 6 Monate nach dem letzten Post ...
Hier entsteht in Kürze etwas komplett Neues.
Nach der WM ...
Hier entsteht in Kürze etwas komplett Neues.
Nach der WM ...
... avatar ...
20100103
Ich möchte eine Filmkritik abgeben, über einen Film den ich nicht gesehen habe und den man auch nicht sehen muss. Bekanntlich spricht und urteilt es sich am besten über Dinge, die man nicht kennt. Außerdem ließe sich die Handlung - laut übereinstimmenden Aussagen - nach einmaligem Ansehen eines Trailers bereits vollständig vorhersehen. Meinem eigenen Halbwissen mische ich die Kommentare von Freunden bei.
Die treffenste Zusammenfassung: Avatar ist ein Indianerfilm und diesmal gewinnen die Indianer.
Billigste Dualismen bilden den Rahmen. Die Menschen sind kalt und lieblos. Die Blauen sind liebevoll und zärtlich. Wir Menschen sind falsch, korrupt und zerstörerisch. Die Blauen leben in Einklang mit der Natur. Was für ein miesepetriches Selbstbild ist das denn? Woher kommt dieser neuerliche Selbsthass ... dieses Selbstverständnis, das wir die Tunichtgute sind und alles verpfuschen? Ich sehne mich zurück nach früheren Jahrzenten, als die Außerirdischen, die Andersartigen einfachgestrickte Typen mit finsteren Absichten waren, Eindringlinge, die wir ganz selbstverständlich zu vernichten hatten. Und es auch konnten. Das waren noch Filme! Das war noch ein gesundes Heldentum. In Avatar ist der Überläufer der Held ...
Habe gestern nochmal Gran Torino gesehen mit Clint Eastwood. Egal welche Rolle er in einem Film spielt, er stellt immer einen Cowboy da. Mit ihm an unserer Seite hätten die Indianer respektive die Na’vi keine Chance gehabt.
Wer doch in Avatar geht sollte sich eine extragroße Popcornpackung mitnehmen wegen der Überlänge und vielleicht noch etwas gegen die Müdigkeit ... wobei die letzte halbe Stunde ein wenig für die ersten zwei entschädigt.
Ach was, ich glaub ich geh doch rein ...
Die treffenste Zusammenfassung: Avatar ist ein Indianerfilm und diesmal gewinnen die Indianer.
Billigste Dualismen bilden den Rahmen. Die Menschen sind kalt und lieblos. Die Blauen sind liebevoll und zärtlich. Wir Menschen sind falsch, korrupt und zerstörerisch. Die Blauen leben in Einklang mit der Natur. Was für ein miesepetriches Selbstbild ist das denn? Woher kommt dieser neuerliche Selbsthass ... dieses Selbstverständnis, das wir die Tunichtgute sind und alles verpfuschen? Ich sehne mich zurück nach früheren Jahrzenten, als die Außerirdischen, die Andersartigen einfachgestrickte Typen mit finsteren Absichten waren, Eindringlinge, die wir ganz selbstverständlich zu vernichten hatten. Und es auch konnten. Das waren noch Filme! Das war noch ein gesundes Heldentum. In Avatar ist der Überläufer der Held ...
Habe gestern nochmal Gran Torino gesehen mit Clint Eastwood. Egal welche Rolle er in einem Film spielt, er stellt immer einen Cowboy da. Mit ihm an unserer Seite hätten die Indianer respektive die Na’vi keine Chance gehabt.
Wer doch in Avatar geht sollte sich eine extragroße Popcornpackung mitnehmen wegen der Überlänge und vielleicht noch etwas gegen die Müdigkeit ... wobei die letzte halbe Stunde ein wenig für die ersten zwei entschädigt.
Ach was, ich glaub ich geh doch rein ...
... alles aus liebe ...
20091227
Eben habe ich auf einem Abendspaziergang durch die Stadt einen vielleicht 50-jährigen Penner im Rollstuhl entdeckt, der sich mit seinem einem verbliebenen Bein mühsam rückwärts abstieß. Ich konnte mir das Schauspiel für eine Minute ansehen, ohne dass er nennenswerte Fortschritte gemacht hätte. Bei dem Alkoholpegel wäre es wohl auch mit zwei Beinen nicht leicht gewesen, irgendwo anzukommen. Also nahm ich mir ein Herz und fragte ihn, ob ich ihn nicht schieben solle. Gerne! Er zeigte mir die Richtung an und ich fragte mich, wie lang die Reise wohl werden würde und wohin er sich vor der Kälte denn flüchten wolle.

Seine wirklich überraschende Antwort: "Ich hab mich so verliebt in die Kellnerin von dem Laden. Ich will sie noch einmal vorm neuen Jahr sehen. Ich muss es schaffen, so lange der Laden noch auf ist." Ich sagte, ich fürchte, wir kämen zu spät, aber versuchen kostet ja nichts. Den Namen des Ladens kannte er nicht.
So sind wir einmal quer durch die Stadt, vorbei an allen möglichen Cafes, die es alle nicht waren (auch das Floyd nicht) ... bis zum Lavazza. Leider nicht mehr rechtzeitig. Er: "Sieht zu aus. ... Nein, der Chef ist noch da. Sonst niemand mehr."
Und dann bestand er - trotz meines Hinweise auf das Sauwetter - darauf, dass ich ihn vor das Schaufenster schiebe und ihn dort steht ließe.
Dort wartet er jetzt bis der Laden morgen früh wieder aufmacht.

Seine wirklich überraschende Antwort: "Ich hab mich so verliebt in die Kellnerin von dem Laden. Ich will sie noch einmal vorm neuen Jahr sehen. Ich muss es schaffen, so lange der Laden noch auf ist." Ich sagte, ich fürchte, wir kämen zu spät, aber versuchen kostet ja nichts. Den Namen des Ladens kannte er nicht.
So sind wir einmal quer durch die Stadt, vorbei an allen möglichen Cafes, die es alle nicht waren (auch das Floyd nicht) ... bis zum Lavazza. Leider nicht mehr rechtzeitig. Er: "Sieht zu aus. ... Nein, der Chef ist noch da. Sonst niemand mehr."
Und dann bestand er - trotz meines Hinweise auf das Sauwetter - darauf, dass ich ihn vor das Schaufenster schiebe und ihn dort steht ließe.
Dort wartet er jetzt bis der Laden morgen früh wieder aufmacht.
... draußen ...
20091130
draußen-Verkäufer: Sie vielleicht die neue draußen?
Ich: Ne danke, hab schon eine.
draußen-Verkäufer: Aber die können Sie noch nicht haben, die ist erst gestern rausgekommen.
Ich: ja, aber ich hab noch ne alte, die hab ich auch noch nicht gelesen.
draußen-Verkäufer: Aber dann haben Sie schon mal die neue da ...
Ich: Von Euch stehen so viele in der Stadt rum, dass ich auf jeden Fall noch ne Chance hätte, sie dann zu kaufen ...
draußen-Verkäufer: Ja, aber für mich ist das jetzt wahrscheinlich die einzige Chance Sie Dir zu verkaufen. (A.d.Red.: Ehrlichkeit überzeugt mich meistens!)
Ich: Okay, ich kauf sie!
Etwas später guck ich sie mir an. Der Verkäufer ist auf dem Cover. Davon hatte er nichts gesagt.
Ich: Ne danke, hab schon eine.
draußen-Verkäufer: Aber die können Sie noch nicht haben, die ist erst gestern rausgekommen.
Ich: ja, aber ich hab noch ne alte, die hab ich auch noch nicht gelesen.
draußen-Verkäufer: Aber dann haben Sie schon mal die neue da ...
Ich: Von Euch stehen so viele in der Stadt rum, dass ich auf jeden Fall noch ne Chance hätte, sie dann zu kaufen ...
draußen-Verkäufer: Ja, aber für mich ist das jetzt wahrscheinlich die einzige Chance Sie Dir zu verkaufen. (A.d.Red.: Ehrlichkeit überzeugt mich meistens!)
Ich: Okay, ich kauf sie!
Etwas später guck ich sie mir an. Der Verkäufer ist auf dem Cover. Davon hatte er nichts gesagt.
... kohleatom vs. kaffeebohne ...
20091110
... bravo! ...
20091020
Einzigartigen Idee an sich, Präsentation sprezzatura jenseits dessen was ich für menschenmöglich gehalten hätte, in Mimik und Vehemenz eins geworden mit ihrer Geschichte ... naja, und ein wenig Pathos rund um den Krieg gegen die Nazis.
... 5 ideen ...
20091010
Hier einige Ideen, die mir in den letzten Wochen gefallen haben.
1) Google Wave wird ja bekanntlich das Kommunikationsmittel sein, das eMail ablösen wird, aber wer hat eigentlich kapiert, was Wave ist. Google Wave vs. andere schwierige Dinge.

2) David Logan: Der Versuch einer Erklärung, wie Tribal Leadership mit Innovation zusammenhängt ... aber das interessanteste sind die 5 Stufen, wie Menschen das Leben betrachten. Stufe 1 = Das Leben ist scheiße. Stufe 2 = Mein Leben ist scheiße. ...
3) Dan Pink: Warum bei schweren oder mittelschweren Arbeitsaufgaben, Belohnungen für schnelles Arbeiten, die benötigte Zeit nicht senkt, sondern steigert.
4) Alain de Button: Warum das "Du bist Deines eignen Glückes Schmied"-Paradigma uns unglücklicher gemacht hat.
5) Eric Giler zeigt Funkstrom (endlich, darauf habe ich mindestens 7 Jahre gewartet)
1) Google Wave wird ja bekanntlich das Kommunikationsmittel sein, das eMail ablösen wird, aber wer hat eigentlich kapiert, was Wave ist. Google Wave vs. andere schwierige Dinge.

2) David Logan: Der Versuch einer Erklärung, wie Tribal Leadership mit Innovation zusammenhängt ... aber das interessanteste sind die 5 Stufen, wie Menschen das Leben betrachten. Stufe 1 = Das Leben ist scheiße. Stufe 2 = Mein Leben ist scheiße. ...
3) Dan Pink: Warum bei schweren oder mittelschweren Arbeitsaufgaben, Belohnungen für schnelles Arbeiten, die benötigte Zeit nicht senkt, sondern steigert.
4) Alain de Button: Warum das "Du bist Deines eignen Glückes Schmied"-Paradigma uns unglücklicher gemacht hat.
5) Eric Giler zeigt Funkstrom (endlich, darauf habe ich mindestens 7 Jahre gewartet)
Alles ordentlich einsortiert in irgendwelche Kategorien:
googlewave #
ideas #
ted #
video
... schnellvorlauf ...
20090922
Alles ordentlich einsortiert in irgendwelche Kategorien:
sanfran #
time-lapse #
video
... ich nehm die 83 ...
20090913

Fototitel: Tartar Of Marinated Vegetables Hochgeladen von: CristalArt
Es gibt reichlich Seiten im Internet wo man Restaurants und Cafes bewerten kann. Typischerweise kann man 0 bis 5 Sterne vergeben und einen Kommentar schreiben, von wegen wieso und weshalb. Bewerten macht Spaß!
Auf diese Art und Weise lässt sich gut herausfinden, wo im Ort die angesagtesten Lokalitäten sind, aber das war's dann auch schon. Die Folge ist, dass ich solche Bewertungsseiten nur sehr selten besuchen (und ihnen wenig Werbeeinnahmen beschere), denn irgendwann hab ich alles und jedes im Umkreis bewertet und weiß auch was die anderen denken. Außer natürlich ich komm in eine unbekannte Stadt.
Was fehlt ist die Möglichkeit ein konkretes Essen auf der Karte zu bewerten.
Letzten Donnerstag war ich in der Großen Freiheit 26 und hatte einen Pfannfisch mit Dijonsauce. 5 von 5! Diese Info könnten Gäste nach mir abrufen und es dem nicht ganz durchgebratenem Steak mit Kartoffeln vorziehen. Zum Beispiel. Aber das ist erst der Anfang einer wundervollen Geschäftsidee ...
- die Nutzer kommen regelmäßig wieder ins Bewertungsportal und generieren laufende Einnahmen
- Abfragen werden möglich, wie zB wo kann ich hier in der Gegend am besten Fisch essen oder noch genauer, wo finde ich eine Forelle
- über die Zeit bauen die Nutzer unentgeltlich die gesamten Speisekarte eines Restaurants auf
- nach einiger Zeit werden Gastronomen die Kontrolle zurückgewinnen wollen und anbieten ihrerseits die Speisekarte ständig zu aktualisieren
- die konkrete Bewertung eines Menus ist für Küche und Management ein echter Mehrwert, erst recht für Ketten wir Vapiano oder Alex
- wenn ich schon vor 1200 in der Kantine oder Mensa war und mein Hauptgericht bewertet habe, kann ich spätere Esser vor schlimmen Fehlern bewahren
- die komplette Speisekarte ließe sich nach Beliebtheit sortieren
- das unvermeindliche "Wer dies gegessen hat - dem schmeckt auch jenes"-Feature (und später dann wie bei itunes Genius oder last.fm ein lebenslanger persönlicher Geschmacksberater)
- wird erstmal das gesamte Menu online im Portal verwaltet, ist es für Restaurants mit Bringservice kein großer Sprung mehr, auch Bestellung und Bezahlung über das Portal abwickeln zu lassen - und die Bewertung ist danach ein Klacks und sogar personalisiert
- ...
... schönes graues nichts ...
20090912

Münsters Straßen und Gehwege waren heute übersäht mit diesen gesprühten Wahlparolen: "Mindestlohn wählen".
Da ist mir mal aufgefallen, was für ein Segen es ist, dass der Boden unter unseren Füßen weitestgehend noch nicht als Werbefläche entdeckt wurde. Wie wäre das erst, wenn der genauso zugekleistert wäre, wie Schaufenster und Wände. Wo kann man noch hingucken, ohne von Grellgestaltetem angeschrieen zu werden? Wo ist einfach mal nichts?
Da wäre der Himmel (den wenigen Ballönern und ihren Becks-oder-Fuji-Outfits sei verziehen) und der Boden.
Möge der Regen den Mindestlohn wegwischen. (Und das meine ich völlig unpolitisch.)
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